KISTENPOST vom 27. Februar 2020

KW 9

Standardanteil: Salatkartoffeln, Möhren, Zwiebeln, Postelein, Feldsalat und für manche Eier.

Liebe SoLaWiS,

Diese Woche gibt es zum letzten Mal Feldsalat und damit ihr noch mal richtig auf eure Kosten kommt verteilen wir pro Anteil 450 Gramm. Diesen Winter war es so warm, dass der Feldsalat gigantisch gewachsen ist und wir einen sehr hohen Ertrag hatten. Dadurch konnten wir mehr verteilen als letztes Jahr, aber dadurch ist er jetzt eben auch schon so weit, dass er angefangen hat zu schießen, also Triebe zu schieben um zu blühen. Deshalb musste jetzt der ganze Rest verteilt werden. Die Hälfte der Gewächshausflächen ist auch schon wieder mit Salaten, Radieschen, Kohlrabi und Mangold bepflanzt und so fühlt es sich im Gewächshaus schon ziemlich frühlinghaft an.

Auf den Feldern ist es derzeit nass und wir widmen uns weiter dem Pflegeschnitt unserer Streuobstwiesen. Derzeit schneiden wir im Kressart auf der Größten Wiese, die auch einige von euch schon kennen. Dort haben wir bereits über 150 Bäume gepflegt. Der Kressart gehört zu Stuttgarts wertvollsten geschützten Flächen zum Erhalt vieler Insektenarten, Vögel, Fledermäusen und alter Streuobstsorten. Das Amt für Umweltschutz beziffert den Pflegeaufwand der Fläche mit Kosten von jährlich über 46000€. Diese Kosten spart sich die Stadt indem sie uns die Fläche verpachtet. Obwohl wir den Pflegeschnitt dem Gartenbauamt in Rechnung stellen dürfen entstehen so deutlich geringere Kosten, weil die dummen Landwirte machen die Arbeit ja gerne für einen Bruchteil der Entlohnung.

Gleichzeitig machen die Landwirte aus Sicht der Stuttgarter Naturschutzbehörde aber alles kaputt ganz gleich nach welchen Richtlinien gewirtschaftet wird. Wenn Sie nicht so günstige Flächenpfleger währen würde man lieber alles von Landschaftsgärtnern aufwändig erledigen lassen. Tierwohl von Nutztieren gehört ja schließlich nicht in den Aufgabenbereich des Naturschutzes. Auf jeden Fall ist Beweidung von Grünlandflächen grundsätzlich mal ganz kritisch zu prüfen: Aus Artenschutzgründen lässt die Stadt Stuttgart deshalb auf Streuobstwiesen vorsichtshalber nicht mehr als 12 Hühner auf 10000m2 pro Jahr zur Beweidung zu. Ganz sicher ist ein Vielfaches an Wildvöglein und Stadttauben an Besatzdichte auf diesen Flächen unterwegs aber wer auf dem richtigen Stuhl sitzt braucht seine Entscheidungen scheinbar nicht fachlich fundiert begründen geschweige denn einen Sachverständigen zu Rate ziehen. Dass Hühner auch Schadinsekten von Obstwiesen fressen ist leider kein gutes Gegenargument, denn die fressen dann ja sicher auch andere Insekten. So das reicht für heute an Einblicken in den Behördenfrust, den wir mit der Stadt Stuttgart haben. Fortsetzung folgt bestimmt.

Nun möchte ich noch an den Hofeinsatz am Samstag erinnern. Wir werden das Weidenhaus fertigpflegen und die Besensträucher so wie den Rhabarber mit einer Mistauflage mulchen.

Falls ihr bei der heutigen Verteilung Schwierigkeiten habt eure Rote Bete zu finden; diese befinden sich in den meisten Fällen genügsam mit dem Navetenrübchen in einer Kiste – so wollten wir unsere Logistik etwas vereinfachen.

Und dann gibt es für diejenigen, die sich für die Wurst von Jonas Kienle entschieden haben, in der heutigen Verteilung auch ein Glas Wurst. Bitte auf der Liste schauen ob dieses euch gehört – danke!

Zu guter Letzt möchten wir noch auf die Veranstaltung „Agrarwende selbst anpacken, Klima schützen“ aufmerksam machen. Diese Veranstaltung findet am 5.3. um 19.30 h in der Waldorfschule Silberwald statt. Nähere Informationen könnt ihr dem Anhang entnehmen.

Feier mit! – International CSA-Day

Diesen Samstag, am 22.2.2020 ist International CSA-Day. Yay. CSA, kurz für Community Supported Agriculture ist der international gebräuchliche Name für Solidarische Landwirtschaft. Feier mit und erzähl an dem Tag einfach möglichst vielen Leuten von dieser tollen Form der Landwirtschaft oder lade direkt Leute ein, damit sie merken, wie lecker solidarisches Gemüse schmeckt!

Hofeinsatz | 28.2.,10-13 Uhr

Pünktlich zu den ersten Frühlingsgefühlen laden wir zum nächsten Hofeinsatz ein.

Wer schon weiß, dass er kommen will, möge sich bitte anmelden:

Herzlich für das Hofteam und den KoKreis,

Lukas

KISTENPOST vom 19. Februar 2020

KW 8

Standardanteil: Soraya (festkochend), Rote Bete, Asia Schnittsalat, Feldsalat, Rosenkohl, Eier

Liebe SoLaWiS,

zum ersten Mal in meiner Karriere als Kistenpost-Autorin drücke ich mich heute unmotiviert um deren Verfassung, denn es wird meine Letzte sein. Nach langem Ringen habe ich beschlossen, dass ich den Hof und Stuttgart zumindest mal für den nächsten Sommer verlassen werde. Von den fast zehn Jahren Stuttgart, hat die Solidarische Landwirtschaft sieben Jahre maßgeblich geprägt. Sie war der Grund nach meinem Studium eine landwirtschaftliche Ausbildung zu absolvieren und die Seiten zu wechseln. In den letzten 2,5 Jahren hat sie mich dann Vollzeit beschäftigt: Ich durfte euer Gemüse pflanzen, pflegen, ernten und verteilen. Ich habe viele tolle Hofeinsätze mit euch gemacht und euch – meine absolute Lieblingsaufgabe – 115 mal eine Kistenpost schreiben dürfen. Und was sich alles getan hat seit wir 2012 angefangen haben: wir haben uns ver17facht, viele neue Verteilerpunkte eröffnet, mit der Wunschliste das Geben und Entnehmen entkoppelt, unsere Bieterrunden-Organisation an die wachsende Mitgliederzahl angepasst, uns intern neu organisiert und professionalisiert, neue Produkte hinzugenommen, Sommerfeste und Klausurtagungen haben sich institutionalisiert, wir fangen an zu kooperieren und uns mit anderen zu vernetzen…und ich kann meinen Kopf gar nicht daran hindern das Ganze immer weiterzuspinnen. Es war mir eine Freude und Ehre das alles mit aufzubauen, zu begleiten und zu gestalten. Ich werde Vieles vermissen: Das Hofleben, aber auch sehr den KoKreis! Ich habe bisher keine Gruppe kennen gelernt, die ihren Sinn und Zweck so konsequent in den Mittelpunkt stellt und daher Entscheidungen trifft, in denen sich alle wiederfinden! Danke für die tolle Zusammenarbeit! Dem Gärtnern bleibe ich treu, dem Thema Solawi sowieso und euch als Vereinsmitglied und Beobachterin aus der Ferne! Und ihr: bleibt solidarisch (mit den Bäuer*innen und untereinander) und esst weiter viel Gemüse! 🙂

Liebe Alina,
Du bist die Solawis und kennst den Reyerhof länger als alle, die jetzt hier arbeiten! Du hattest den Mut deinen Beruf grundlegend zu wechseln, nach dem Studium noch eine Ausbildung zu machen und das alles aus Überzeugung etwas Gutes in der Welt zu entwickeln. Nicht den Beruf mit den besten Einkommenschancen, sondern den spannendsten aber wohl auch herausforderndsten Beruf in vielerlei Hinsicht hast du gewählt. Nach einem Ausbildungsjahr auf dem Reyerhof und einem weiteren Jahr in Kleinhohenheim hast du zurück auf dem Reyerhof über 2 Jahre lang viel Verantwortung und Organisation übernommen. Der Idealismus hat nicht nachgelassen und die Ideen, Abläufe und Strukturen zu optimieren oder gerechter zu gestalten gehen Dir nie aus. Dein Einsatz war nach Feierabend lange noch nicht zu Ende, sondern dann ging es mit Organisation für den Solawisverein, für den Koordinationskreis und die Solawis weiter. Für die meisten Errungenschaften, die Du aufgezählt hast, warst Du die Initiatorin und maßgebliche Organisatorin und selbst während Deinem Abschied organisierst Du noch die nächste Klausurtagung. Die Liste mit den erreichten Zielen ist noch lange nicht zu Ende und ich werde sie auch nicht vervollständigen, aber ein besseres Lohnniveau auf dem Reyerhof, der konsequente Anbau von Samenfesten Sorten, und nicht zuletzt die stetig besser werdenden Gemüsequalität gehören auch dazu. Die Solawis ist Dir wirklich eine Herzensangelegenheit und darum fällt Dir der Abschied sicher schwer!

Wir konnten uns immer auf Dich verlassen und haben uns vielleicht deshalb auch zu sehr auf Dich gestützt, sodass es an der Zeit ist noch mal eine andere Erfahrung in der Landwirtschaft zu machen und etwas Abstand von der Intensiven Wohn-und Arbeitsgemeinschaft zu bekommen. Trotzdem hoffe ich, dass Du die Solawis und den Reyerhof und uns nicht ganz loslassen kannst und wir immer in gutem Ideenaustausch bleiben.

Wir danken Dir von Herzen für Deinen Einsatz und wünschen Dir einen guten Start in die nächste Situation!

Feier mit! – International CSA-Day
Diesen Samstag, am 22.2.2020 ist International CSA-Day. Yay. CSA, kurz für Community Supported Agriculture ist der international gebräuchliche Name für Solidarische Landwirtschaft. Feier mit und erzähl an dem Tag einfach möglichst vielen Leuten von dieser tollen Form der Landwirtschaft oder lade direkt Leute ein, damit sie merken, wie lecker solidarisches Gemüse schmeckt!

Hofeinsatz | 28.2.,10-13 Uhr
Pünktlich zu den ersten Frühlingsgefühlen laden wir zum nächsten Hofeinsatz ein.
Wer schon weiß, dass er kommen will, möge sich bitte anmelden: https://solawis.yourownnet.cloud/apps/polls/s/hWSoQlrR6pYAfjeM

Herzlich für das Hofteam und den KoKreis,

Alina & Lukas

Termine 6.2. | 19:30 Treffen Öffentlichkeits-AG, Reyerhof-Bistro; 25.2. | 19:00 KoKreisTreffen, Reyerhof; 28.2. | 10-13 h,Hofeinsatz, Reyerhof; 10.3. | 19:00 KoKreisTreffen, Forum3; 14.3. | 10-13 h,Hofeinsatz, Reyerhof; 19.3. | 19:30 Treffen Öffentlichkeits-AG, Reyerhof; 25.4. | 10-13 h, Hofeinsatz, Reyerhof

KISTENPOST vom 13. Februar 2020

KW 7

Standardanteil: Salatkartoffeln, Möhren, Schwarzkohl, Feldsalat, Ei

Liebe SoLaWiS,

diese Woche gibt‘s tollen Schwarzkohl, der auch Palmkohl heißt. Das beschreibt schon ganz gut, wie es da auf dem Acker aussieht: Grünkohl- und Palmkohlpflanzen, kleine Palmen soweit das Auge reicht. Der Schwarzkohl ist zarter als der Grünkohl. Besonders lecker schmeckt er, wenn man in der Pfanne Zwiebeln, Knoblauch und Möhren andünstet und gegen Ende den Kohl oben drauflegt und sozusagen dampfartig. Abschmecken mit Oliven- oder Sesamöl, Saft einer halben Zitrone, schwarzem Pfeffer und Sesam oder Sonnenblumenkerne. Leider ist es Mengenmäßig etwas weniger als prognostiziert.

Diesen Dienstag hatten wir ein besonderes Treffen: in unserer Koordinations-Kreis-Sitzung waren die Solawi Stadtrandgemüse aus Zazenhausen, die Solawi Großhöchberg zu Gast. Der Hof am Eichenhain war als Kooperationspartner auch dabei. Nachdem es bereits bilateralen Austausch untereinander gab, hatten wir beschlossen, uns mal alle an einen Tisch zu setzen, um uns über unsere aktuelle Situation und die möglichen Berührungspunkte auszutauschen. Dabei wurde deutlich, wie schwierig die Lage der Solawis ist, die nicht direkt im Ballungsgebiet arbeiten. Beide Gärtnereien suchen noch Mitglieder. Daher machen wir grad gerne auf sie aufmerksam. Darüber hinaus wollen wir im kommenden Jahr Synergien nutzen: gemeinsam an unseren Solawi-spezifischen Fragen arbeiten, gemeinsame Öffentlichkeits-und Bildungsarbeit vorantreiben und schauen, wie wir unsere Verteilpunkte aufeinander abstimmen können. Hier nun der Aufruf der Großhöchberger:

Liebe SoLaWi-Interessierte, liebe noch-Solawi-lose Freunde,
auch die solawi Großhöchberg sucht für die kommende Saison noch Mitglieder.
Wir bewirtschaften 7 Hektar Ackerland nach den Richtlinien der biologisch-dynamischen Landwirtschaft. Der größte Teil der Fläche ist Freiland, etwa 2000 Quadratmeter sind mit Folientunneln überbaut. Bei der Bewirtschaftung achten wir auf bodenschonende Verfahrensweisen, den fast ausschließlichen Einsatz samenfester Sorten und langsame, standort- und kulturgerechte Düngung – für die wir mit einem benachbarten Demeterbauern mit Mutterkuhherde eng zusammenarbeiten: Der Mist seiner Kühe und unsere Erntereste und Ausschussgemüse werden gemeinsam kompostiert und dann auf unseren und seinen Flächen ausgebracht. Das ermöglicht uns, nah an einen geschlossenen Betriebskreislauf heranzukommen.

In der 2014 gegründeten solawi Großhöchberg ernten wir nicht mehr für den preisdiktierenden Markt, sondern für einen festen Kreis von engagierten „Genuss-Menschen“. Diese ermöglichen durch ihre Mitgliedschaft den Erhalt einer vielfältigen und bäuerlichen Landwirtschaft, die das Ziel hat, den Ansprüchen von Mensch, Tier und Umwelt gerecht zu werden. Unser eigenes frisches demeter-Gemüse aus ca. 70 unterschiedlichen Kulturen (Anbauplan: https://www.grosshoechberg.de/wp-content/uploads/2013/11/Anbauplan2.pdf) verteilen wir wöchentlich unter den aktuell 80 Mitgliedern und decken damit ca. 25% des Betriebs.

Wenn ihr jemanden kennt, der in der kommenden Saison (die bei uns im März 2020 startet und bis Februar 2021 geht) Mitglied der solawi Großhöchberg werden möchte, leitet gerne den Flyer im (Mail-) Anhang weiter und erzählt von uns!

Die nächste Jahresversammlung findet am 22.2. ab 10:00 Uhr im Alten Schulhaus Großhöchberg statt. Ein Quereinstieg oder Probemonat ist jederzeit möglich. Weitere Infos und https://www.grosshoechberg.de/ .

WIR freuen uns auf EUCH!

Eure solawi Großhöchberg, Familie Julia & Florian Keimer

An die Gräser – Gedichte und Texte aus der Westmongolei von Galsan Tschinag | 15.2.20, 19.00h, Hof
Eintritt frei, Spenden erbeten

Im Wort – Inga Hartenstein; Im Klang – Doris Erdmann; Im Bild – Hanna Beck-Kuchenmüller
Der Nomadenstamm der Tuwa im Altaigebirge der Westmongolei ist die Heimat des Dichters und Schamanen Galsan Tschinag. Seine Prosa und Lyrik, die er in deutscher Sprache verfasst, verdichtet Kräfte dieses Landes, Kräfte von Erde und Himmel. Die Sprecherin Inga Hartenstein, die Musikerin Doris Erdmann und Bilder von Hanna Beck-Kuchenmüller verweben an diesem Abend Worte des Windes, Bilder der Steppe und Klänge des Landes.

Herzlich für das Hofteam und den KoKreis,

Alina

Termine 6.2.2020 | 19:30 Treffen Öffentlichkeits-AG, Reyerhof-Bistro; 25.2.202019:00 KoKreisTreffen, Reyerhof; 5.3. 2020 | 19:30 Treffen Öffentlichkeits-AG, Reyerhof-Bistro

KISTENPOST vom 6. Februar 2020

KW 6

Standardanteil: Talent (mehlig), Möhre, Weißkraut, Zwiebeln, Feldsalat

Liebe SoLaWiS,

es kommen schon die ersten Frühlingsgefühle auf, wenn die Temperaturen teilweise wieder milder und die Tage länger werden. Und auch die Vögel zwitschern wieder….wie schön! Einzig für den Feldsalat ist das grad weniger praktisch. Der schießt uns nämlich voraus und wird, wenn es so warm ist, schneller von unten gelb. Daher verteilen wir schnell mal so eine dicke Portion, der Putzaufwand ist teilweise schon ein bisschen höher, aber das wird auch nicht mehr besser.

Am Dienstag hatten ein paar von uns Zeit und Gelegenheit, einem Vortrag von Felix zu Löwenstein zu lauschen, der dargelegt hat, warum wir uns als Erdengemeinschaft in Zukunft bio oder gar nicht ernähren werden. Seine 1,5 Stündige Ausführung hat die Antworten prägnant auf den Punkt gemacht, so dass man jeder*m Skeptiker*in der Bioidee die Argumente um die Ohren hauen kann. Leider fehlt mir hier heute der Platz, um das weiter auszuführen. Ihr findet aber auch Vorträge von ihm auf youtube oder ihr lest sein Buch „Food Crash“. Empfehlenswert.

An dieser Stelle wollen wir diese Woche auf eine befreundete Solawi am Kesselrand aufmerksam machen, die noch Anteile zu vergeben hat. Vielleicht ist das für einige aus den genannten Stadtgebieten oder eure Freund*innen von dort Interessen:

Stadtrandgemüse | Pssst! Es tut sich was…
Liebe Ernteteiler*innen, SoLaWi-Freund*innen und Interessent*innen,

nachdem wir 2019 unsere erste „Probesaison“ erfolgreich gemeistert haben, sind wir nun bereit: wir eröffnen STUTTGARTS ZWEITE SOLAWI. Wir, das sind Carolyn Heubeck und Steffen Grabenhof von der SoLaWi Stadtrandgemüse in Stuttgart-Zazenhausen. Auf ca. 0,5 Hektar bauen wir seit Mai 2019 unbehandeltes Gemüse für 20 Ernteteiler an. Über 50 Wochen im Jahr richten wir gemischte, saisonale Gemüsekisten, die von unseren Ernteteilern einmal pro Woche an unseren Abholstellen in Stuttgart-Zazenhausen, Bad Cannstatt und evtl. auch bald in Stuttgart-West entgegengenommen werden können.

Weil wir deutlich kleiner sind als der Reyerhof und wir uns immer noch im Aufbau befinden, benötigen wir eure Unterstützung, denn wir suchen noch Ernteteiler für die kommende Saison ab Mai 2020 (Beginn in KW 19). Denn SoLaWi funktioniert nur, wenn es Menschen gibt, die mitmachen möchten. Um die Saison 2020/21 finanzieren zu können, haben wir derzeit noch 24 Ernteteile zu vergeben. Da es uns wichtig ist unser Gemüse möglichst vor Ort zu verteilen, suchen wir speziell nach Menschen aus den Stadtteilen Zazenhausen, Zuffenhausen, Mühlhausen, Mönchfeld, Freiberg, Rot, Stammheim, Feuerbach, Münster, Bad Cannstatt, Kornwestheim.

Frei nach dem SoLaWi-Gedanken möchten wir all unsere Anbaumethoden und finanziellen Ausgaben offen legen, deshalb zögert bei Informationsbedarf nicht mit uns ins Gespräch zu treten. Weitere Informationen findet ihr auf unserer Webseite www.stadtrandgemuese.de. Außerdem bieten wir eine Infoveranstaltung zur kommenden Saison an zu der wir euch ganz herzlich einladen: Am Mittwoch, den 4. März, von 19.00 – ca. 21.00 Uhr im Mühlhäuser Stallbesen. Adresse: Eybgasse 13, 70378 Stuttgart (http://www.stallbesen.de/).

An die Gräser – Gedichte und Texte aus der Westmongolei von Galsan Tschinag | 15.2.20, 19.00h, Hof
Eintritt frei, Spenden erbeten

Im Wort – Inga Hartenstein; Im Klang – Doris Erdmann; Im Bild – Hanna Beck-Kuchenmüller
Der Nomadenstamm der Tuwa im Altaigebirge der Westmongolei ist die Heimat des Dichters und Schamanen Galsan Tschinag. Seine Prosa und Lyrik, die er in deutscher Sprache verfasst, verdichtet Kräfte dieses Landes, Kräfte von Erde und Himmel. Die Sprecherin Inga Hartenstein, die Musikerin Doris Erdmann und Bilder von Hanna Beck-Kuchenmüller verweben an diesem Abend Worte des Windes, Bilder der Steppe und Klänge des Landes.

RILKE – Inmitten aller Dinge | Gedichte, Tanz, Gesang: Claudia Kraus | Sa, 29.2. 20:00 Uhr, Hof
Ankommen ab 19:30 Uhr; Eintritt: 13EUR, ermäßigt 10EUR; Reservierung möglich unter: ada@posteo.de
Claudia Kraus erweckt die Gedichte Rilkes zu neuem Leben, bettet sie ein in sinnliche Bilder, Gesten und Klänge. Phantasievoll und unerwartet führt sie die Zuschauer*innen hin zu sich selbst, lädt sie ein in die Stille einzu-tauchen, in den Raum hinter den Worten, ins Herz der Dinge…

Herzlich für das Hofteam und den KoKreis,

Alina

Termine 6.2.2020 | 19:30 Treffen Öffentlichkeits-AG, Reyerhof-Bistro; 11.2.202019:00 KoKreisTreffen, Forum 3; 5.3.2020 | 19:30 Treffen Öffentlichkeits-AG, Reyerhof-Bistro

KISTENPOST vom 30. Januar 2020

KW 5

Standardanteil: Ditta (festkochend), Rote Bete, Lauch, Superschmelz

Liebe SoLaWiS,

das Weidehaus sieht seit dem Hofeinsatz schon viel er gezähmter aus. Danke an die Helfer*innen. Es gibt nun endlich den ersten Lauch von unserem Winter-Satz. Und Superschmelz. Was für ein Name, was für ein Gemüse. Die Schale ist viel härter als beim klassischen Kohlrabi, nur so ist er lagerfähig (immerhin seit Oktober). Daher ist das Schälen deutlich mühsamer, aber in Zartheit und Geschmack steht er ihm in Nichts nach. Und die Haus-und Hofküchin Christiane empfiehlt auch hier das Andünsten in Butter. Wir durften eine Superschmelz-Kartoffel-Brat-Pfanne genießen.

In der Koordinationskreis-Sitzung am Dienstag herrschte leichte bis mittlere Krisenstimmung angesichts der bekannt gewordenen kurzfristigen Schließung der Büchergilde als Verteilpunkt. Sieben Jahre, also seit Beginn, war die Büchergilde mit ihrer Inhaberin eine zuverlässiger Partnerin und ein Sturm in der Brandung. Nun wird der Platz dringend anderweitig gebraucht, so dass wir Hände ringend nach Verteilpunkten in der Stadtmitte suchen. Die heutige „Tour de Verteilpunkt-Suche“ durch die Stadtmitte und das Bohnenviertel hat gezeigt, dass wir dabei sehr auf Vitamin B und einen hohen Idealismus angewiesen sind. Jemand der die Idee nicht versteht oder ihr keinen gesellschaftlichen Wert bemisst, sieht nur schwer ein, warum er*sie jetzt „umsonst“ Platz zu Verfügung stellen soll. Denn gerade der – das wurde noch mal deutlich – ist eben im Ballungsgebiet und gerade im engen Kessel besonders knapp. Und zeigt die Herausforderungen auf, denen wir uns in Zukunft in Sachen Verteilung und Logistik stellen müssen.

Wir brauchen eure Unterstützung bei der VP-Suche!

Wer also Beziehungen zu irgendwelchen Läden oder gemeinnützigen Einrichtungen (wie z.B das Bischof-Moser-Haus) in der Stadtmitte/ Bohnenviertel/ Leonhardsviertel hat oder dort eine ungenutzt Garage besitzt, darf sich gerne bei alex unter verteilpunktzentrale@solawis.de melden. Wir haben auch ein kleines Infoblatt erstellt, dass der Kistenpost-Mail anhängt. Das dürft ihr gerne an vielen Orten aushängen oder als Flyer benutzen, wenn ihr Leute direkt ansprechen wollt.

Auch neue Verteilpunkte in Degerloch und im Westen würden die Lage entspannen. Danke für eure Unterstützung.

Ansonsten kann ich jedem nur einen ausgiebigen Spaziergang durch das Bohnenviertel empfehlen. Dort gibt es richtige Raumwunder, wie die hippe geräumige Schreinerei in einem nicht-danach-aussehendem Altbau und Innenhöfe wie aus dem Feng-Shui-Magazin, viele kleine nette bis skurrile Lädchen und gute Cafés (allen voran das Café Koenigxs mit Bioanspruch).

Und hier jetzt noch ein buntes Potpourri an Infos, Tipps und Tricks zum „Solawi sein“:

Wurst-Wunschliste bereits geschlossen

Die Nachfrage war so groß, dass die Wurstbestände bereits erschöpft sind. Damit hätten wir nicht gerechtet. Daher könnt ihr die Liste nicht mehr aufrufen. Sorry…..

Neuerungen beim Vollkornbrot & Zutatenlisten

Diese Woche schrieb unser Bäcker: Bisher wurden die Vollkornbrote aus organisatorischen Gründen am Tag vor der Lieferung gebacken. Durch ein neues Teigführungs-Verfahren ist es nun ab dieser Woche möglich, die Brote erst am Tag der Lieferung zu backen. Durch die noch längere Teigruhe wird das Brot noch besser schmecken und länger frischhalten.

Für alle die gerne wissen wollen, was in unseren Broten drin ist:

Hofbrot – 100% hofeigenes Weizenmehl, Meersalz, Backfermentsauerteig, etwas Hefe

Vollkornbrot – 90% hofeigener Roggenschrot, hofeigenes 10% Weizenmehl, Meersalz, Backfermentsauerteig, etwas Hefe

WUNSCHLISTE – Liste mehrere Wochen im Voraus einstellen

In dem Tabellenblatt „Anwesenheitsliste“ könnt ihr über mehrere Wochen vorplanen, wann ihr nicht da seid. Besonders praktisch, wenn man mal zwei oder drei Wochen in Urlaub ist und sich währenddessen nicht kümmern kann oder digital entgiften möchte.

Im Tabellenblatt „Brot-Mehl-Getreide“ könnt ihr ebenfalls über mehrere Wochen im Voraus eure Brotwünsche eintragen. So braucht ihr euch nicht ärgern wenn ihr mal zu spät an die Wunschliste denkt. Der „Standardgemüse-Anteil“ ist ja eh immer drin, wenn ihr euch nicht im Voraus auf abwesend gesetzt habt (s.o.).

Herzlich für das Hofteam und den KoKreis,

Alina

Termine 11.2.202019:00 KoKreisTreffen, Forum 3

KISTENPOST vom 23. Januar 2020

KW 4

Standardanteil: Talent (mehlig), Möhren, Sellerie, Sauerkraut, Feldsalat

Liebe SoLaWiS,

kurz vorweg: Samstag ist Hofeinsatz.

Wir pflegen unser Weidenhaus.. Wir treffen uns um 10 Uhr am Hof und werden bis ca. 13 Uhr beschäftigt sein.

Wir waren auf der Straße. Mit einer munteren Truppe waren wir in Tübingen auf der Wir-haben-es-satt-Demo demonstrieren. Einige waren sogar in Berlin. Die Berliner Demo füllte die Straßen nun schon 10. Mal…schade, dass wir nicht schneller voran kommen mit unseren Forderungen nach einer zukunftsfähigen, für Mensch, Tier und Umwelt verträglichen Landwirtschaft. Ohne Gentechnik, Patente auf Saatgut, routinemäßigen Pestizideinsatz oder Handelsabkommen wie Mercosur. Das Bündnis setzt sich zusammen aus Bäuer*innen, Natur- und Tierschutzverbänden, Klimaschützer*innen und Verbraucher*innen.

Am Tag zuvor gab es aber auch schon große Bauernproteste. Deutschlandweit und mit tausenden von Treckern. Auch sie haben für die Zukunft ihrer Landwirtschaft demonstriert. Verwirrend, nicht wahr?

Der Unmut dieser Landwirt*innen hat sich an den Plänen zum jüngsten Agrarpaket entzündet, welches aus Gründen des Natur- und Tierschutzes strengere Regeln beim Düngen mit Gülle und dem Insektenschutz vorsieht. Dieses könnte sich bei vielen Bäuer*innen negativ auf ihre Erträge auswirken und angesichts der eh schon niedrigen Preise ihre Existenz bedrohen. Es stört sie, dass die Verbraucher*innen hohe Ansprüche an ihre Arbeit stellen, aber trotzdem sehr günstig Nahrungsmittel kaufen wollen. Sie fühlen sich nicht ausreichend wertgeschätzt und mit den Anforderungen allein gelassen.

Dass Deutschland seit 15 Jahren die Grenzwerte für Nitrat im Grundwasser überschreitet und das eine Folge von Überdüngung ist und sich die Bäuer*innen die strengere Gesetzgebung teilweise selbst eingebrockt haben, erwähne ich nur mal am Rande.

Man kann sich vielleicht denken, dass die Düngeverordnung Bäuer*innen mit Riesenställen vielleicht noch schwerer trifft, weil sie eh schon zu viel Gülle haben oder dass vor allem konventionelle Bäuer*innen Angst vor Ertragseinbußen haben, wenn sie mal weniger oder keine Insektizide mehr spritzen dürfen. Demnach gibt es vielleicht schon eine Tendenz, wie sich Biobäuer*innen und konventionellen auf diese beiden Demos verteilen. Aber pauschalisieren lässt sich da wie so oft nicht. Denn im Kern, gibt es sicherlich auch einige gemeinsame Punkte, was die Wertschätzung der Arbeit und die zukünftigen Herausforderungen in der Landwirtschaft angeht.

Aber ist es wirklich schlau gegen die Verbraucher*innen auf die Straße zu gehen oder mit ihnen? Die Antwort überlasse ich euch…..

Die Bundesumweltministerin Schulze plädiert für einen Gesellschaftsvertrag von Bäuer*innen, Umweltschützer*innen, Verbraucher*innen und Handel, um sicher zu stellen, dass die Bäuer*innen genug Geld bekommen, um die vielfältigen Ansprüche an ihre Arbeit umzusetzen.

Na…klingt das bekannt? Was dort in Groß gefordert wird, machen wir bereits seit sieben Jahren in klein: Der Reyerhof kriegt die sicheren Mittel an die Hand, um gute, enkeltaugliche Landwirtschaft zu machen. Und da wir unseren Beitrag nicht an einer bestimmten Gemüsemenge festmachen, sondern das nehmen, was die Saison hervorbringt, gehen wir sogar noch einen Schritt weiter und übernehmen Verantwortung für unsere Lebensmittel. Das Gemüse verliert seinen Preis, und erhält seinen Wert zurück.

Ich bin immer wieder begeistert, wie zukunftsweisend unser Projekt (und mit ihm viele andere Solawi-Projekte) ist!

Schön, dass ihr dabei seid!

Unsere Hühner

Der Hühnervortrag vergangene Woche war gut besucht. Ein Protokoll von dem Abend haben wir leider nicht, es waren schon recht viele Infos. Wer aber ein bisschen schmökern möchte und mehr über unsere „Coffee and Cream“ Hühner wissen möchte, dem sei die Homepage der ökologischen Tierzucht empfohlen.

https://www.oekotierzucht.de/oetz-zweinutzungshuhn/

Und wer noch tiefer eintauchen möchte in die Hühnerwelt, der kann in diesem Handbuch zur demeter-Geflügelhaltung schmökern:

https://www.demeter.de/sites/default/files/richtlinien/demeter-richtlinien_erzeugung_gefluegelhandbuch.pdf

Herzlich für das Hofteam und den KoKreis,

Alina

Termine

29.1. 10:00 Hofeinsatz; 11.2.202019:00 KoKreisTreffen, Forum 3;

KISTENPOST vom 16. Januar 2020

KW 3

Standardanteil: Kartoffel (festkochend), Möhren, Spitzkraut, Zwiebeln, Spitzkraut

WICHTIG: Hofbrot =oval; Vollkornbrot = eckig;

manchmal sind zwei Brote durch an einer Stelle noch verbunden = Sollbruchstelle

Liebe SoLaWiS,

die ersten Eier für alle! Hurra! Denkt an Behälter für den Transport. Sie sind unterschiedlich groß, seid solidarisch, nehmt ein größeres und ein kleineres mit (nur Kleine geht natürlich auch)!

wir haben heute fast mit Frühlingsgefühlen das Spitzkraut geputzt, das zum Glück besser aussah, als wenn jetzt wirklich März gewesen wäre, wie uns das Wetter das vorgaukeln wollte. Danke an die zahlreichen Solawi-Helfer*innen.

Wir mussten wahnsinnig viel im Kühlhaus rumräumen, um an die Großkisten mit dem Spitzkraut zu kommen. Das Kühlhaus ist immer noch gerappelt voll…..da liegt noch ziemlich viel Gemüse vor euch und der neuen Saison.

Das bringt uns wieder zur Lagerung, die angesichts der letztjährigen Menge nicht immer ideal ist. Das Experiment die Zwiebeln mangels ausreichend Kisten auf einem Hänger zu lagern und zu belüften, ist nicht ganz so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Deswegen sind die Zwiebeln nicht ganz so trocken, wie man das kennt. Einige sehen von außen unschön aus, weil die Nachbarzwiebeln sich vorzeitig verabschiedet hat, aber unter der dreckigen Schale hockt weiterhin ein zu Tränen rührender Zwiebelkern. Wir haben sie über die Kartoffelsortierung laufen lassen, um alles Schlechte auszusortieren. Insgesamt entsprechen diese Zwiebeln nun nicht ganz unseren Ansprüchen – das möchte ich vor allem den Neuen sagen. Aber jetzt sind wir auch wieder schlauer: wir brauchen einfach mehr Platz 😉

Nach und nach lass ich in die Kistenposten jetzt auch noch mal Basiswissen rund um das Gemüse und das Abholen einfließen. Heute ….

Die Goldenen Regel für eine zufriedene Verteilpunkt- und SoLaWiS-Gemeinschaft 🙂

  1. Wunschliste nutzen (zumindest wenn man Brot möchte)

  2. Am VP wirklich wirklich nur das mitnehmen, was in der eigenen Zeile steht.

  3. Und ja das gilt auch und besonders für‘s Brot! Immer gucken, ob es diesmal in eurer Zeile steht. Brotwunsch vergessen? →Schade, passiert. Ohne Brot heim gehen und beim nächsten Mal wieder dran denken.

  4. Genau abwiegen. Wenn 5 Leute 10g Feldsalat zu viel mitnehmen, dann bekommt der 6. seine 50g schon nicht mehr. Unser Verwiegeaufschlag soll ungenaue Waagen ausgleichen, aber nicht mehr. Wir wollen schließlich nicht, dass überschüssiges Gemüse irgendwo rumsteht.

  5. Bei Fragen und Problemen wendet euch an die jeweiligen Ansprechpartner
    bei allem, was den VP betrifft → VP-Ansprechpartner und evtl. den anderen Mitglieder

    (s. Mitgliedsbestätigung und vp-xxnamexxxx@solawis.de ) bei Verteilungsfragen/ Fragen zu Wunschliste → solawis@reyerhof.de

    bei Fragen zur Mitgliedsverwaltung → mail@solawis.de

    Dann landet es direkt bei den Richtigen und spart uns die Sortier-und Weiterleit-Arbeit.

  6. Gelassenheit, Geduld und Zuversicht! Wir haben uns gegen die passive Konsumentenrolle entschieden, die

    wir die meiste Zeit unsere Lebens erlernt und erfüllt haben. Nun sind wir gemeinsam auf dem Weg in eine solidarische Zukunft! Das betrift nicht nur die „andere Art des Einkaufens“, sondern auch Gemüsemengen, Qualitätsstandards und unsere Kommunikation. Schön, dass wir hier sind und das zusammen angehen! Ein großes Unterfangen, das Spaß macht, aber eben auch ein persönlicher und gemeinsamer Lernprozess mit Ecken und Kanten ist.

Gemeinsam zur „Wir haben es satt Demo“ Tübingen fahren (Demoaufruf s.u.)
Um gemeinsam zur kleinen Schwester der Berliner Wir haben es satt – Demo zu fahren, treffen sich alle Interessierten am 18.01.2020 um 9:15 Uhr an Gleis 2 (oder entsprechend bei Gleisänderung) am Stuttgarter Hbf um den RE 22017 um 9:22 Uhr zu nehmen! Die Demo beginnt um 11 Uhr am Markt in Tübingen.
https://zukunftsfaehige-landwirtschaft.jimdofree.com/

Treckerpatenschaft übernehmen Zur WHES-Demo gehören jede Menge Trecker.

Unterstützt die Bauern mit einer Spende! Mehr unter www.wir-haben-es-satt.de/trecker

Herzlich für das Hofteam und den KoKreis,

Alina

Termine

18.1. Wir haben es satt Demo in Berlin und Tübingen; 21.1.202019:00 KoKreisTreffen

KISTENPOST vom 09. Januar 2020

KW 2

Standardanteil: Kartoffel (mehlig kochend), Navetrüb(ch)en, Feldsalat, Hokkaido, Zuckerhut/ Raddicchio

Liebe SoLaWiS,

willkommen in der neuen Dekade und in der neuen Solawi-Saison. Schön, dass ihr wieder dabei seid.

Und natürlich ein großes Hallo an die Neuen! Schön, dass ihr zu uns gefunden habt und mit uns nun gemeinsam diese Landwirtschaft zu verantworten. Wir hoffen, ihr findet euch dank diverser Anleitungen, die ihr per Mail erhalten habt gut in die neuen Strukturen ein. Im Hintergrund haben vor allem Lena für die Mitgliederverwaltung und alex für die sehr aufwendige Verteilpunkt-Zuteilung unter Berücksichtigung eurer Präferenzen einiges geleistet. Danke an euch!

Wir Höfler hatten ein paar schöne ruhige Tage über den Jahreswechsel, in dem wir auch viel frei hatten und nur das Nötige für den Laden gemacht haben. Nun geht‘s halt mit der ersten Verteilung und der gesprengten 500er-Grenze großen Schrittes ins Neue Jahr und in Richtung neue Saison. Wir denken schon über‘s Möhren und Spinat säen im Gewächshaus nach.

Die erste Verteilung ist ein wahrlich bunter Mix im wahrsten Sinne des Wortes. Außerdem bereitet er euch Neuen in einem Schwung auf alle Eventualitäten, die so ein Solawi-Ernteanteil so mit sich bringt, vor 😉

Der Zuckerhut hat nicht für alle gereicht, so dass wir ihn an einigen Verteilpunkt einfach durch Raddicchio ersetzt haben. Andere Farbe, aber auch ein bitterer Wintersalat, ist aber dann auf eurer Liste so vermerkt. Empfehlenswert sind beide mit süßen Elementen (Apel, Birne, Orange) und einer milden Salatsoße mit Knoblauch. Das harmonisiert das Bittere.

Wie angekündigt hat der Hokkaido Lagerschäden, die leider noch gravierender waren als man es den Großkisten im Lager von Außen ansah. Da die Stellen auch sehr sauber rausgeschnitten werden können, habe ich mich für diese (zeitaufwendigere) Variante entschieden. So sehen sie besser aus als vorher, wenn auch etwas löchrig. Ja, nicht schön, ärgert uns auch sehr. Es fehlt einfach an einer guten Lagermöglichkeit für den Kürbis. Der mag es nämlich etwas wärmer, so 8-10 Grad, die wir aktuell an unsrer Lagerhalle nirgends bieten können. Also tut uns sehr Leid, dass die erste Lieferung des Jahres so aussieht, aber die Alternative wäre gewesen, sie einfach wegzuschmeißen. Wäre auch schade….

Und dann noch ein Gemüse, was kaum einer kennt. Das Navetrübchen, oder auch Mai- oder Herbstrübchen, je nach Erntezeitpunkt. Mit seinem Rosa Kragen sieht es immer etwas verschämt aus. Es schmeckt im Winter roh, in dünne Scheiben geschnitten mit Salz zum Vesper-Brot….die Gurke im Winter sozusagen. Oder, so der Tipp unsrer Haus- und Hofköchin, man würfelt sich klein und dünstet sie in viel Butter richtig weich und schmeckt sie mit Salz und ein wenig Zucker ab. Alternativ zum Zucker wurde mir heute noch von einem andren Solawi-Mitglied Mandarinensaft oä. Für die süße Note empfohlen.

Themenabend „Das Öko-Huhn“ | Di, 14.1., 19 Uhr | Reyerhof

Wer mehr zu unseren neuen Hühnern wissen will, ist herzlich zu diesem Themenabend eingeladen.

Gemeinsam zur „Wir haben es satt Demo“ Tübingen fahren (Demoaufruf s.u.)
Um gemeinsam zur kleinen Schwester der Berliner Wir haben es satt – Demo zu fahren, treffen sich alle Interessierten am 18.01.2020 um 9:15 Uhr an Gleis 2 (oder entsprechend bei Gleisänderung) am Stuttgarter Hbf um den RE 22017 um 9:22 Uhr zu nehmen!
Die Demo beginnt um 11 Uhr am Markt in Tübingen.

https://zukunftsfaehige-landwirtschaft.jimdofree.com/

Agrarwende anpacken, Klima schützen – für Bauernhöfe, Insekten und das Klima

Ob EU-Agrarreform, Mercosur-Abkommen oder Klimaschutz – 2020 fallen wichtige Entscheidungen. Doch weil die Bundesregierung blockiert, verlieren wir wichtige Zeit. Deswegen fordern wir bei der Wir haben es satt!-Demo mit Zehntausenden in Berlin:

  • Die Agrarwende finanzieren, Bauernhöfe nicht beim Umbau der Landwirtschaft alleine lassen!

  • Klares Veto gegen das EU-Mercosur-Abkommen!

  • Nein zu Industrie-Mogelpackungen wie Gentechnik, Patent-Saatgut und dem routinemäßigen Einsatz von Pestiziden!

» Aufruf lesen: www.wir-haben-es-satt.de/aufruf
» Facebook-Veranstaltung: www.fb.com/events/423006591722703

Treckerpatenschaft übernehmen Zur WHES-Demo gehören jede Menge Trecker.

Unterstützt die Bauern mit einer Spende! Mehr unter www.wir-haben-es-satt.de/trecker

Herzlich für das Hofteam und den KoKreis, Alina

Termine

14.1. 19 Uhr Themenabend „Öko-Huhn, 18.1. Wir haben es satt Demo in Berlin und Tübingen; 21.1.202019:00 KoKreisTreffen