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Kistenpost vom 10. Januar 2019

Liebe Solawis,

wir wünschen euch ein frohes Neues Jahr und ein großes Willkommen an die Januars-Neueinsteiger, die heute zum ersten Mal die Kistenpost lesen und Gemüse abholen. Schön, dass ihr dabei seid! Wir hoffen, ihr habt euch mit der Wunschliste, eurem Verteilpunkt und der ein oder anderen unbekannten Gemüsesorten gut zurecht gefunden.

Auf unsrer Seite lief der Start bisher ganz glatt. Entschuldigen müssen wir uns nur für die Verwirrung bei den Mai-Neueinsteigern, die unbeabsichtigter- und vewirrenderweise nun doch die Mail mit der Wunschliste erhalten haben. Wer eine Mitgliedsbestätigung ab Mai hat, wird auch erst im Mai Gemüse abholen können. ..aber die Kistenpost, Einladungen zu Hofeinsätzen und anderen Veranstaltungen werdet ihr ab jetzt bekommen.

Ein paar Sätze zum Anteil diese Woche: Superschmelz ist, für alle, die ihn noch nicht kennen, ein lagerfähiger Kohlrabi. Er zeichnet sich vor allem durch Zartheit aus, auch wenn man das bei der Größe vielleicht nicht erwarten würde. Allerdings ist es um die Lagerfähigkeit in diesem Jahr nicht sonderlich gut bestellt. Unsere These: Durch die Trockenheit hat der Kohlrabi bei der Ernte vor dem ersten Frost nicht den optimalen Reifegrad und ist daher nicht so widerstandsfähig wie sonst.

Auf dem Asia-Salat-Beet im Freiland stand insgesamt etwas weniger als erwartet. Daher reduziert sich die Menge auf eine kleine Handvoll, die sich aber frisch geschnitten über einem leckeren Reisgericht oder als Zugabe zu einem anderen Salat (z.B. Möhre) auch gut macht. An und für sich sind die Asia-Schnittsalate eine tolle Sache im Winter, da sie bis ca. -10 Grad aushalten. Diesen haben im Oktober spät gesät und nun geerntet. Einige Blätter sind in einer Frostnacht doch geschädigt worden, wir haben sie versucht bestmöglich zu entfernen beim Ernten. Das ein oder andere mag aber noch reingerutscht sein. Die Äpfel sind von unseren eigenen Streuobstwiesen.

Soweit an dieser Stelle, in einer der nächsten Kistenposten wird es nicht nur aber gerade für die Neueinsteiger einen kleinen Absatz zum Thema Qualität geben.

Ein Neujahrswunsch unsrerseits wurde schon erfüllt. Das Jahr endete bzw. begann mit viel Wasser vom Himmel. Halleluja. Ob in Tropfen oder Kristallform, uns egal. Hauptsache der Boden speichert bis in die tiefen Schichten viel Wasser und wappnet sich für eventuelle Trockenphasen in der Saison.

Commonistische Inklusionsgesellschaft | 11. und 12. Januar, Ort s. Unter Termine

Unsere AG Commons bittet einen Vortrag und einen Workshop am 11. und 12. Januar 2019 vorzumerken (siehe Termine unten). Im Vortrag „Commonistische Inklusionsgesellschaft – Begründete Möglichkeit solidarischer Vergesellschaftung“ geht es um eine Utopie jenseits von Geld, Tausch und Zwangt. Der Workshop am Folgetag rückt Transformationsmöglichkeiten dorthin ins Zentrum: „Kapitalismus? Aufheben! Wie können wir uns befreien?“ Der Referent Simon Sutterlütti ist Soziologe, aktiv im Commons-Institut und bei der Gruppe 180grad und zusammen mit Stefan Meretz Autor des 2018 er- schienen Buches «Kapitalismus aufheben – Eine Einladung, über Utopie und Transformation neu nachzudenken» (VSA-Verlag / Rosa-Luxemburg-Stiftung)t Kontakt zur AG Commons über TomKnaff@gmxt.net

Save-the-date – Wir haben Agrarindustrie satt 2019

Dieses Jahr findet wie immer die „Wir haben es satt Demo“ statt und zeigt, wir haben Agrarindustrie, Massentierhaltung und Umweltzerstörung satt. Wir sind für eine zukunftsfähige und faire Landwirtschaft für Mensch, Tier und Umwelt. https://www.wir-haben-es-satt.de/informieren/aufruf/

Dieses Jahr wird auch zum zweiten Mal parallel eine Kundgebung in Tübingen statt finden – für alle die nicht ganz so weit fahren wollen. https://zukunftsfaehige-landwirtschaft.jimdo.com/

für das Hofteam und den KoKreis,

Alina

Kistenpost vom 20. Dezember 2018

Diese Woche im Standardanteil:
Soraya (festkochend), Kürbis (Hokkaido, Butternut, Spaghetti (der gelbe)), Rotkohl, Möhren, Lauch, Raddichio, Postelein, Honig, Weihnachtsüberraschung

Achtung Verwechslungsgefahr: Für jeden gibt es (nur) EIN Glas Honig (mit Summtgartsticker) und ein Glas Weihnachtsüberraschung vom Hof (mit Reyerhof-Sticker).

Liebe Solawis, alle Jahre wieder! Die letzte Lieferung…

Hinter uns liegt ein arbeitsreiches Jahr, das von Trockenheit geprägt war. Wir sind dankbar, dass wir glimpflich davon gekommen sind und wir zwar kleine aber immerhin Rotkohl und andere Leckereien verteilen können. Dankbar sind wir auch für euch, die ihr uns begleitet und mit hohem Idealismus, Tatkraft auf dem Acker und Geld eine enkeltaugliche Landwirtschaft und eine andere Art des Wirtschaftens unterstützt. Die jährlich größer werdende Vollversammlung begeistert uns und zeigt, dass wir auf einem Weg sind, den immer mehr Menschen mit uns beschreiten wollen.

Und so blicken wir auch schon nach vorne: Die Anbauplanung für‘s kommende Jahr ist in Arbeit und Diskussion – ab Mai wollen schließlich 430 Mitglieder Gemüse haben. Die von euch geschaffene neue Gärtnerstelle ist zu unserer großen Freude bereits durch Gerdo, der nicht nur Solawis-Mitglied sondern auch unser Moderator im Koordinationskreis ist, bestens besetzt. Er wird ab Frühjahr unser Team erweitern. Die Planung für die Klausurtagung im Frühjahr rollt an. Sie soll sich aus aktuellem Anlass mit der Frage beschäftigen, wie die Solidarische Landwirtschaft (Stuttgart) wachsen kann/ will und sich kritisch mit dem Wachstumsbegriff auseinander setzen.

In diesem Sinne wünschen wir euch möglichst entspannte Festtage oder zumindest im Anschluss genug Zeit für Erholung und Muße. Zum Beispiel bei einem gemütlichen Frühstück mit der Weihnachtsüberraschung vom Hof: selbstgemachtes Gelee aus eigenem Apfelsaft.

Einen guten Rutsch ins neue Jahr und denkt dran…..

DER HOF MACHT WINTERPAUSE

Wir beliefern euch in KW 2, am 10.1. wieder mit Gemüse.

Die entsprechende Wunschliste wird wie immer am Freitag vorher per Mail eintrudeln.

Stellenanzeige

Wer eine Arbeit mit Sinn sucht, ist bei uns richtig. Der Laden sucht Mitarbeiter*innen. Die Stellenanzeige findet ihr hier.

Save-the-date – Wir haben Agrarindustrie satt 2019

Dieses Jahr findet wie immer – kann man mittlerweile sagen – die Wir haben es satt Demo statt und zeigt, wir haben Agrarindustrie, Massentierhaltung und Umweltzerstörung satt. Wir sind für eine zukunftsfähige und faire Landwirtschaft für Mensch, Tier und Umwelt. https://www.wir-haben-es-satt.de/informieren/aufruf/

Dieses Jahr wird auch zum zweiten Mal parallel eine Kundgebung in Tübingen statt finden – für alle die nicht ganz so weit fahren wollen. https://zukunftsfaehige-landwirtschaft.jimdo.com/

für das Hofteam und den KoKreis,

Alina

Kistenpost vom 13. Dezember 2018

Diese Woche im Standardanteil:
Ditta, Hokkaido, Äpfel, Zuckerhut

Ausdrücklicher Hinweis: Die Möhren (2. Wahl) waren zum Wünschen! Also bitte nur nehmen, wenn man das vorher in der Wunschliste eingetragen hat!!!! Ansonsten gehen am Ende diejenigen leer aus, die sie sich gewünscht haben.

Liebe Solawis,

Boris und Lukas hat vor dem großen Regen am Wochenende noch schnell die letzten Äcker gepflügt. Nun kann der Frost kommen. Dadurch, dass das Wasser in der Erde gefriert, wird sie „gesprengt“ und man erhält einen feinkrümeligen Boden fürs Frühjahr. Im Fachjargon heißt das „Frostgare“. Aufgrund des angekündigten Frostes in den nächsten Tagen, haben wir die empfindlicheren Kulturen – Herbstlauch und Wirsing – wieder abgedeckt, damit sie es ein bisschen wärmer haben. Neben dem „Gemüse richten“ wird gerade an allen Ecken gebastelt und gewerkelt. In der Milchverarbeitung genauso wie im und am Winterquartier für unsere Rinder.

Mit dem Frostgeruch in der Luft, den Sternen im Ladenfenster und den passenden Liedern im Morgenkreis kehrt auch hier Weihnachtsstimmung ein. Ständig duftet es im ganzen Haus, weil eine*r der vielen Bewohner*innen die Weihnachtsbäckerei eröffnet hat und unsere treuen Mittwochshelferinnen versorgen und mit Keksen und Stollen. Und da nächste Woche tatsächlich schon die letzte Lieferung für dieses Jahr ist, machen wir uns schon mal Gedanken über euer Weihnachtsmenü. Lasst euch überraschen 🙂

Teikei braucht Bürgschaften

Liebe Teikei Coffee-Gemeinschaft und -Interessierte,

unsere solidarische und gemeinschaftsbasierende Wirtschaftsweise gedeiht und entwickelt sich stetig weiter. Die Gemeinschaft wird täglich größer und vielfältiger! Nachdem wir in diesem Jahr 11 Tonnen grüne Kaffeebohnen mit unserem Partner Timbercoast auf der Avontuur von Mexiko nach Hamburg gesegelt haben, steht jetzt der nächste Schritt an. Im Juli 2019 kommen 20 Tonnen grüne Bohnen an, die in Deutschland und der Schweiz geröstet und an die Gemeinschaft verteilt werden. Die Bezahlung dieser 20 Tonnen steht nun an, rund 200.000 € kosten Ernte und Transport. Um die Kosten zu decken, beantragen wir bei der freien Gemeinschaftsbank Genossenschaft einen Kredit. Da wir als Organisation nicht genügend Sicherheiten bieten können, bitten wir dich als Teil der Gemeinschaft, uns zu unterstützen und den ersten Grundstein für ein geteiltes Ernterisiko zu setzen. In Form einer Bürgschaft über einen Betrag von bis zu 1765 €, kannst du einen Beitrag leisten. Hast du Lust und ist es dir finanziell möglich, uns auf diese Weise zu unterstützen? Dann findest du im Anhang ein Dokument mit allen Informationen sowie einem Bürgschaftsformular. Wir bitten dich, dies aufmerksam durchzulesen und das Formular ausgefüllt bis zum 16.12.18 an uns zurückzuschicken.

Vielen Dank und herzliche Grüße, Marlon Rommel von Teikei

Commonistische Inklusionsgesellschaft | 11. und 12. Januar, Ort s. Unter Termine

Unsere AG Commons bittet einen Vortrag und einen Workshop am 11. und 12.  Januar 2019 vorzumerken (siehe Termine unten). Im Vortrag „Commonistische Inklusionsgesellschaft. Begründete Möglichkeit solidarischer Vergesellschaftung“ geht es um eine Utopie jenseits von Geld, Tausch und Zwang. Der Workshop am Folgetag rückt Transformationsmöglichkeiten dorthin ins Zentrum: „Kapitalismus? Aufheben! Wie können wir uns befreien?“ Der Referent Simon Sutterlütti ist Soziologe, aktiv im Commons-Institut und bei der Gruppe 180grad und zusammen mit Stefan Meretz Autor des 2018 erschienen Buches «Kapitalismus aufheben. Eine Einladung, über Utopie und Transformation neu nachzudenken» (VSA-Verlag / Rosa-Luxemburg-Stiftung). Kontakt zur AG Commons über Tom Knaffl.

für das Hofteam,

Alina

Kistenpost vom 6. Dezember 2018

Diese Woche im Standardanteil:
Spitzkraut, Radicchio, 5 L Apfelsaft

Liebe Solawis,

Nächste Woche gibt es wieder etwas mehr Gemüse. Der Anteil ist diese Woche etwas schlichter da wir insgesamt 1740 Liter Apfelsaft durch die Solawis- Logistik schleusen müssen!  

Die Endivienwünsche konnten wir leider nicht mehr erfüllen dafür aber alle Möhrenwünsche.

Denkt bitte daran, dass der Anteil diese Woche etwas schwerer zu transportieren ist und pumpt die Fahrradreifen noch mal auf bevor ihr zum Abholen kommt.

Es hat letzte Woche bei uns 23 Liter pro Quadratmeter geregnet. Darüber freuen wir uns sehr und hoffen das es noch deutlich mehr wird!

Auf Grund des Wetterumschwungs kommen unsere Rinder diese Woche in den provisorischen Winterstall in unserer Halle. So lang wie dieses Jahr darf unser Jungvieh sonst nie weiden aber alles hat eben auch seine positiven Seiten, auch extreme Trockenheit. Von nun an dürfen uns die Tiere beim Gemüse putzen und verteilen oder auch Maschinen reparieren und Kartoffeln sortieren zuschauen und die Leckerbissen der Gemüseabfälle genießen. Ab und an dürfen sie auch mal mit uns Radio hören, damit sie auf dem neuesten Stand bleiben.

Im Stall am Hof hat Felia am Wochenende die Zwillinge Feline und Fidele zur Welt gebracht. Unsere Auszubildende Ruth hatte Wochenenddienst und hat die Geburt und die anschließende Versorgung der Zwillinge hervorragend begleitet! Jetzt hat Felia in der Tiefstreubox einen  Kälbergarten eröffnet und versorgt dort 3 Kälbchen mit Milch.

Auf einer Veranstaltung zum Dialog  zwischen Bürgern und Bauern hat der Präsident des deutschen Bauernverbandes Joachim Rukwied diese Woche in Möhringen wieder gezeigt, wie man mit etwas rhetorischem Geschick den ahnungslosen Bürgern den Wolf im Schafspelz verkauft. Die ökologische Landwirtschaft ist jedenfalls in den Augen des deutschen Bauernverbandes kein interessantes Wirtschaftsmodell sondern oberstes Ziel ist es sich im Kampfe der globalen Marktwirtschaft behaupten zu können und den Export zu steigern.

für das Hofteam,

Lukas

Kistenpost vom 29. November 2018

Diese Woche im Standardanteil:
Rosara, Blumenkohl, Zuckerhut, Äpfel

Rezept von Renate um den Blumenkohl süß-sauer einzumachen und später (wieder mehr) zu genießen.

Liebe Solawis,

wir räumen auf. Das kann man nach einem Sommer voller Arbeit und Zeitdruck erstaunlich lange in unsrer gar nicht so großen Halle. Aber es hat auch etwas sehr Beruhigendes, wenn nicht sogar Besinnliches: Wenn man die ganze Zeit Vollgas gegeben hat, ist eine Vollbremsung selten (Gefahrensituationen ausgenommen) ratsam. Natürlicher ist es da langsam vom Gas zu gehen und ausrollen zu lassen. Das gilt nicht nur für die Straße, sondern auch für den sogenannten Stress-Reaktions-Zyklus (auf Details verzichte ich hier, aber google kann‘s auch genauer erklären), den man so vollenden kann. Den kennen die meisten von uns, egal in welcher Form und jede*r hat so seine*ihre Strategie fürs Ausrollen. Aufräumen ist gerade meine und unsere. Langsam kommen wir dabei in der so oft in den letzten Wochen vor der Vollversammlung und während der Haupterntephase zitierten und herbeigesehnten „wenn‘s mal wieder ruhiger wird“-Phase an. Schön! Und zack rollt schon die Weihnachtswelle auf uns zu. Also schnell noch die Ruhe genießen 😉

Auf dem Acker wird‘s ruhiger. Dafür brodelt es im Koordinationskreis. Fleißig werden Kooperationsvereinbarungen gezählt, neue Mitgliederlisten erstellt und das Zahlungsverwaltungsprogramm gefüttert. The same procedure as every year, Lena…und alle anderen! Danke!

Wir sind gerade froh, dass wir (noch) so vielfältige, abwechslungsreiche (okay…der Blumenkohl..) und salatreiche Anteile zusammenstellen können. Wir haben es bestimmt schon mal geschrieben, aber man kann es nicht oft genug kommunizieren: Es ist immer eine Herausforderung die Waage zu halten zwischen der Abwechslung und den strategischen Abwägungen bezüglich der Haltbarkeit. So gibt es halt grad jede Woche Blumenkohl (für den die Lagerzeit trotzdem zu lang war). Andrerseits vermisst ihr sicher die Möhren. Die sind sehr gut haltbar und es gibt so viel Gemüse was grad dringender „raus“ zu euch muss, dass wir versuchen, die noch zu schieben, damit wir im fortgeschrittenen Winter immer noch bunte Anteile verteilen können. Aber keine Angst. Es gibt Großkisten, die nur für euch reserviert sind. Auch die Qualitätsfrage ist ebenso Dauerthema: Bei 360 Mitglieder ist es einfach nicht leicht jederfraus*manns Qualitätsgrenze beim Blumenkohlputzen und -packen zu wahren. Lasst uns im Gespräch bleiben….

(Kurzfristige) Veranstaltungshinweise

Nyéléni Kongress zur Ernährungssouveränität | 6./7. – 9.12. in Freiburg

Vom 6./7.12. bis zum 9.12. findet in Freiburg der Nyéléni Kongress zur Ernährungssouveränität statt. Das Ziel der Bewegung für Ernährungssouveränität ist, dass Menschen die Gestaltung ihres Lebensmittel- und Agrarsystems selbst in die Hand nehmen. Alle Menschen sollen das Recht auf und den Zugang zu gesunder, regionaler Nahrung, die ohne Ausbeutung von Natur und Menschen hergestellt und verteilt wird, haben.Um Ernährungssouveränität umsetzen zu können, braucht es viele Menschen, die an vielen Orten viele kleine Dinge tun. Die Anmeldefrist läuft nur noch bis übermorgen. http://nyeleni.de/kongress-fuer-ernaehrungssouveraenitaet/programm/

Vortrag „Biodiversität im Ökoanbau“ | 3.12. 18:00 Uni Hohenheim, H20

Herr Professor Dieterich vom Fachgebiet Landschaftsökologie und Vegetationskunde wird uns in seinem Vortrag einen Überblick zum Thema Artenvielfalt und Landwirtschaft geben und den Ökolandbau und die konventionelle Landwirtschaft vergleichend gegenüberstellen. Anschließend wird es eine Frage- und Diskussionsrunde geben.

https://www.facebook.com/events/331815117601009/

für das Hofteam,

Alina

Kistenpost vom 22. November 2018

Diese Woche im Standardanteil:
Hokkaido, Endivie, Blumenkohl, Äpfel.

Liebe Solawis,

Regnen will es leider immer noch nicht aber mittlerweile ist es merklich kühler geworden, sodass es sich morgens bei Minusgraden schon richtig winterlich anfrühlt. Das heißt auch, dass die Pflanzen, die noch auf dem Feld stehen nachts gefrieren und wir sind froh, dass wir die letzten Möhren und die Wintersalate sicher im Kühlhaus verstaut haben. Lauch, Grünkohl, Wirsing, Schwarzkohl etwas Blumenkohl und Rosenkohl stehen noch auf dem Acker, sie halten einige Minusgrade aus und können teilweise sogar bis ins Frühjahr überwintern. Allerdins darf man sie nur im aufgetauten Zustand ernten, da die Pflanzenzellen gefroren sehr empfindlich sind.

Langsam holen wir mit über den Sommer liegengeblieben Aufräumarbeiten auf und die ersten Maschinen wurden eingewintert. Der letzte Winterweizen wird diese Wochen gesät,  die Gründüngungen frieren ab und können bald in den Boden eingearbeitet werden.

Auch kleinere Bauarbeiten sind wieder an verschiedenen Gebäuden nötig und können jetzt in angriff genommen werden.

Die Mitarbeiter arbeiten ab jetzt über die Wintermonaten etwas weniger um Überstunden auszugleichen und auch für Urlaub ist jetzt wieder etwas mehr Zeit, sodass in den nächsten Wochen die Hoftruppe etwas spärlicher besetzt ist.

Im Stall hat Luna ihr Kälbchen Luika letzten Samstag zur Welt gebracht. Somit springen aktuell wieder 2 Kälbchen hier am Hof herum. Einige Jungviecher dürfen immernoch Weidegang im Körschtal geniesen, da bei der Trockenheit keine Trittschäden auf der Weide zu befürchten sind. Das Kalte Wetter macht den Rindern nichts, sie fühlen sich sogar wohler als bei Temperaturen über 20 Grad Celsius.

„Weiße Wochen“ nennen die Gärtner die Zeit in der es eine Blumenkohlschwemme gibt. Das Phänomen ist also bekannt und durchaus auch in anderen Gärtnereine üblich aber keine Sorge wir haben es bald geschafft es lässt langsam nach…

Dafür sind wie Ihr wisst die Kartoffeln knapp und so haben wir beschlossen zu Abwechslung mal Hokkaido statt Kartoffeln zu verteilen.

 

für das Hofteam,

Lukas

Kistenpost vom 15. November 2018

Diese Woche im Standardanteil:
Kartoffel
Ditta (Salatkartoffel), Blumenkohl, Zuckerhut, Äpfel

Liebe Solawis,

und nach den Wochen der Vorbereitung und des Fieberns angesichts unsicherer bis hoher Anmeldezahlen, ist es dann gefühlt schneller vorbei als man das Wort „Vollversammlung“ sagen kann. Und alles lief glatt. Dank der Online-Anmeldung gab es sensationellerweise wirklich keine Schlange bei der analogen Anmeldung. Die Sitzplätze haben gereicht – danke und sorry an alle, die zu Hause geblieben sind – und wir haben sogar noch ganz spontan einen Livestream hinbekommen! (Der Link von Sonntag ist immer noch abrufbar https://YouTube.be/B-oyQSqedWQ ) Eis und Essen haben ebenfalls gereicht. Es war dieses Jahr mit zwei Bieterrunden wieder etwas spannender als letztes Jahr. Aber es ist auch eine tolle Erfahrung, dass es dann gemeinsam klappt und das gesamte Budget zusammen gekommen ist! Ihr seid spitze! Danke an alle und besonders allen Helfer*innen, die die Großveranstaltung möglich gemacht haben! Jetzt arbeiten wir fleißig nach um bald die Mitgliedsbestätigungen rausschicken zu können und freuen uns aufs nächste Jahr!

Hier geht der Alltag weiter. Der Frost kommt und wir ernten Endivie und Zuckerhut ab. Wir haben sehr viel Blumenkohl im Kühlhaus und hoffen, dass ihr kreative Formen der Zubereitung findet (hier noch mal mein Geheimtipp abseits vom klassischen Ertränken in Sauce Hollondaise http://www.lotusartichoke.com/gobi-tikka/). Der Zuckerhut gehört wie die Endivie in die Kategorie „bittere Wintersalate“. Die Salatsoße süßen oder einfach den Apfel reinschneiden macht lecker! Außerdem haben wir gelernt, dass der Rheinische Krummstiel, was ein Name für einen Apfel, schnell an Geschmack einbüßt bei der Lagerung…nächstes Jahr verteilen wir ihn früher.

Möchtet ihr euch noch stärker am Reyerhof beteiligen und uns unterstützen??

Wie Lukas euch bei der Bieterrunde erklärt hat, haben wir eine Genossenschaft gegründet um den Generationswechsel auf dem Reyerhof weiterhin erfolgreich zu gestalten. Auch ihr als Solawis Mitglieder könnt einen wichtige, zusätzliche Beitrag zum Erhalt des Reyerhofes leisten! Für die Realisierung verschiedener weiterer Vorhaben auf dem Hof und im Hofladen brauchen wir finanzielle Mittel. Dazu könnt ihr einen wichtigen Beitrag leisten durch Genossenschaftsmitglied zu werden! Weitere Infos hierzu und das Beitrittsformular findet ihr hier:https://www.reyerhof.de/unsere-genossenschaft/

HOFKULTUR – Konzert mit der Band HOLZIG
am Samstag den 17.11.18, 20.00h
Eintritt: Spende

Um uns herum befinden sich Orte, liegen Stimmungen in der Luft, ereignen sich Episoden. Als Antwort darauf spielt HOLZIG aus Leipzig, Köln und Berlin Soundtracks mit Vorliebe für Klangschichtungen, Passagen der Freiheit und das Zelebrieren von Melodie. Inspiriert von alternativer Popmusik, frei improvisierter Musik und zeitgenössischer Musik entsteht eine besondere Mischung aus Poesie, Klangverliebtheit, Komposition und Improvisationsdrang. Songorientierte Direktheit trifft auf einen mehrstimmigen Klangkörper, der kollektiv Soundscapes und filmisch bewegte Bilder erschaffen kann. 

www.holzigmusic.de

Sehr zufrieden

für das Hofteam,

Alina

Kistenpost vom 8. November 2018

Diese Woche im Standardanteil:
Kartoffel Rosara (festkochendl), Blumenkohl, Spinat, Tafeläpfel. Rotierend: Feldsalat, Radieschen

Hier ein Rezept für Blumenkohl mal anders: http://www.lotusartichoke.com/gobi-tikka/

Liebe Solawis,

nur noch ein paar mal schlafen, dann sehen wir uns alle wieder!

Mal wieder sind wir nach Anmeldeschluss total überwältigt von dem großen Interesse an der Solidarischen Landwirtschaft und zufrieden mit der niedrigen Kündigungsquote der bestehenden Mitglieder. In der Konsequenz passen wir nun die Budgetvarianten bis Sonntag noch für höhere Mitgliederzahlen an. Wie jedes Jahr bleibt es spannend bis zuletzt. Die letzten Vorbereitungen laufen.

Was ihr mitbringen solltet

  • einen Stift zum Ausfüllen des Gebotszettels
  • einen Beitrag zum (Kuchen-)Buffett, letztes Jahr war es eher knapp und bei dem Input braucht man Nervennahrung.

    Achtung: Wir haben keine Kuchenteller, d.h. lieber Trockenkuchen/ Fingerfood mitbringen, statt der dreistöckigen Sahnetorte

  • vielleicht nicht die ganze WG (/Groß-/Kleinfamilie), Hintergrund: Die Anmeldezahlen legen nahe, dass eigentlich nur jede*r zweite eine Begleitperson mitbringen dürfte, bis wir die zugelassene Personenanzahl (624) für die Österfeldhalle sprengen. Wir finden das schade, aber aus Brandschutzgründen sind solche Grenzen schon sinnvoll.

Außerdem

  • Mit den Öffentlichen anreisen, es gibt keinen zugehörigen Parkplatz und mit den Öffis ist es eh umweltfreundlicher und entspannter. Nebenbei startet ihr auch noch ein Solawi-Flashmob in der U-Bahn.
  • Helfer*innen erhalten noch eine separate Mail.

Der Samstag-Hofeinsatz war übrigens erfolgreich. Zwei Fässer Sauerkraut sind nun schon eingeschnitten und eingestampft. Kohl für ein weiteres haben wir noch.

Mehr braucht vielleicht auch gar nicht in die heutige Kistenpost, wir sehen uns!

Voller Vorfreude

für das Hofteam,

Alina

Kistenpost vom 30. Oktober 2018

Diese Woche im Standardanteil:
Kartoffel
Rosara festkochend, Blumenkohl, Mangold, rotierend: Radieschen.

Liebe Solawis,

das Wichtigste zuerst:

ANMELDUNG FÜR DIE SAISON 2019

Du kriegst gerade wöchentlich Gemüse von uns? Und das soll so bleiben? Dann melde dich bitte UNBEDINGT bis Fr, 2.11.2018  an. Dies ist eure notwendige Anmeldung zur Vollversammlung – und kombiniert mit Abgabe eines Gebots verbindlich und nötig für eure Teilnahme in der Saison 2019!

Das Zweitwichtigste: Es hat geregnet, wir freuen uns, denn der gesäte Weizen kann jetzt gut starten, das restliche Gemüse kann‘s sowieso brauchen. Und wir sind im Ausnahmezustand. Man kann nicht auf den Acker (zumindest nicht mit Treckern) und hat mal Zeit für Dinge wie: Joghurtetiketten mit neuem Logo versehen oder zum Aufräumen. Wir ernten sehr viel Blumenkohl und morgen auch Rotkraut und Einschneidekraut zum einlagern. Wöchentlich pflanzen wir einen neuen Satz Feldsalat. Der erste ist schon weg. Spinat und Asiasalat haben wir zusätzlich in den Folientunnel gepflanzt. Frisches Gemüse ist ja im Winter einfach immer gut.

Apropos Blattgemüse: Es gibt ein bisschen weniger Mangold als angekündigt, aber dafür ein Rezept von Renate für einen tollen Mangoldsalat. Vielleicht hätte ich es am Anfang der Saison schon schreiben sollen, aber ja, die Mangoldstiele sind nicht nur hübsch sondern auch essbar!

Am Samstag haben wir im Rahmen des Europäischen Aktionstages Good Food, Good Farming auf dem Schlossplatz Alarm geschlagen. Besonders erfreulich war, dass neben den Tagungsteilnehmer*innen vor allem ihr SoLaWiS dort wart! Spitze. Wir haben es sogar in die SWR Nachrichten geschafft. Das ist die Kunst mit einer kleinen Aktion laut genug zu sein, würde ich sagen 🙂

https://swrmediathek.de/player.htm?show=685bf292-da08-11e8-9a07-005056a12b4c von Min 5:07 bis 5:48

HOFEINSATZ, Sa 3.11.18

Am Samstag gibt es endlich die heiß ersehnte erste Sauerkraut-Aktion. Wir treffen uns um 10 Uhr direkt an der Halle (gegenüber Udammstr. 80) und legen los. Wer noch ein gutes Messer zum Krautputzen, einen traditionellen Hobler oder Entstrunker besitzt, darf diese/n gerne mitbringen. Bis ca. 13 Uhr werden wir beschäftigt sein.

Hofkonzert mit der Band HOLZIG – 17.11.18, 20.00h, Reyerhof:
„Holzig sorgen für einen überraschenden, neuen Farbtupfer auf der aktuellen (deutschen) Szene, erweisen sich als eine spannende, singuläre Formation.“Jazzpodium

Um uns herum befinden sich Orte, liegen Stimmungen in der Luft, ereignen sich Episoden. Als Antwort darauf spielt HOLZIG aus Leipzig, Köln und Berlin Soundtracks mit Vorliebe für Klangschichtungen, Passagen der Freiheit und das Zelebrieren von Melodie. Inspiriert von alternativer Popmusik, frei improvisierter Musik und zeitgenössischer Musik entsteht eine besondere Mischung aus Poesie, Klangverliebtheit, Komposition und Improvisationsdrang. Songorientierte Direktheit trifft auf einen mehrstimmigen Klangkörper, der kollektiv Soundscapes und filmisch bewegte Bilder erschaffen kann. Die Band wurde Ende 2015 von Schlagzeuger und Komponist Hans Arnold initiiert und veröffentlichte ihr Debut – Album im März 2018 auf dem Label „Ajazz“aus Wismar.

Herzliche Grüße,

für das Hofteam,

Alina

Kistenpost vom 25. Oktober 2018

Diese Woche im Standardanteil:
Kartoffel
Ditta (Salatkartoffel), Blumenkohl, Chinakohl. R
otierend: Brokkoli, nachgereifte Tomate, Radieschen

Liebe Solawis,

die Apfelsaison ist endgültig abgeschlossen. Wir geben daher nun den Kressart für euch frei. Ihr könnt euch also dort noch Äpfel auflesen fürs Apfelmus oder noch die letzten Äpfel vom Ast schütteln. Am besten bevor der nächste Frost sie euch wegschnappt. Viel Spaß.

Jetzt haben wir wieder Zeit für Anderes: Lukas hat am Wochenende Weizen gesät und Anna Laura sich auf einem befreundeten Betrieb Kühe angeschaut, um eine für uns auszusuchen. Wir haben „mal eben“ in zwei Tagen ein neues Gewächshaus aufgebaut, in das nun morgen der nächste Satz Feldsalat einzieht. Der Klemmbandroder, mit dem wir die Möhren die letzten beiden Jahre geerntet haben, hat dieses Jahr viel Schaden bei der Arbeit angerichtet, den wir angesichts der eher knappen Ernteprognose nicht in Kauf nehmen wollten. Daher haben wir Möhren und Pastinaken gestern und heute mit unserem Schwingsiebroder geerntet (der holt die Möhre nach oben und „schwingt“ sie dann zur Seite) und mithilfe von vielen Schüler- und Solawishänden von Hand aufgelesen. Wir sind erleichtert, dass es doch besser ist als erwartet und die Qualität dank des Mehraufwandes gut ist.

Es ist so trocken, dass wir unseren Feldsalat im Freiland ständig beregnen müssen. Wir hoffen sehr auf den angesagten Regen am Wochenende, damit das Kraut noch mal ein bisschen zulegen kann, bevor wir es nächste Woche dann auch ernten.

Wirklich herausragend ist dieses Jahr der Blumenkohl, der einfach prächtig dasteht und riesige Köpfe macht. Teilweise gehen nur 2 in eine große Kiste, Rekordgewicht, 3,8 kg/ Stück. Daher haben wir beschlossen teilweise auch geteilte Köpfe zu verteilen. Ich hoffe, sie zerfallen nicht zu arg. Mein Gerechtigkeitssinn läuft bei der Verteilung immer zu Hochtouren auf: Gar nicht so leicht wirklich immer genau gleichmäßig zu halbieren….

Herzliche Grüße, für das Hofteam,

Alina